Die Arbeit der Biene 

Im Bienenvolk gibt es eine stark ausgeprägte Arbeitsteilung, welche von den einzelnen Bienenwesen und von dem Alter der Arbeitsbiene abhängt. Der Lebenslauf einer Arbeitsbiene ist in der Regel je nach Jahreszeit, Winter oder Sommer, und vom Volkszustand vorbestimmt. Die Arbeiterinnen erledigen alle überlebensnotwendigen Tätigkeiten.
Die ersten Lebenstage verbringt sie als Putzbiene. Sie reinigt die Zellen und wärmt die Brut. Nach heranreifen der Futtersaftdrüsen übernimmt sie zuerst die Fütterung und Pflege der älteren danach die Fütterung und Pflege der jüngeren Maden. Nach Reifung der Wachsdrüsen wird sie zur Baubiene und baut Wabenzellen. Ca. 18 Tage nach dem Schlüpfen wird die Biene zur Wächterin am Flugloch, da ihre Giftdrüse nun voll aktiv ist. Zur Flug- und Sammelbiene wird sie nach ca. 21 Tagen.

Die Königin sorgt für den Zusammenhalt des Volkes und ist für das Eierlegen zuständig. Sie produziert Duftstoffe, auch Pheromone genannt, die an alle Bienen weitergereicht werden. Die verteilten Duftstoffe vermitteln dem Bienenvolk das beruhigende Gefühl, eine Königin zu haben und tragen zu seinem charakteristischen Stockgeruch bei.

Der einzige Lebenszweck der Drohnen ist die Begattung der Königinnen im Frühjahr beim so genannten „Hochzeitsflug“. Nach der Begattung stirbt die Drohne. Mit Beginn des Hochsommers wird die Nahrung für die Bienen knapper und die überflüssig gewordenen Drohnen werden von den Arbeiterinnen nicht mehr versorgt und aus dem Stock gezerrt. Die Drohnen wehren sich natürlich dagegen und so kommt es im Juli/August im Stock zu Kämpfen, der so genannten Drohnenschlacht. Die stachellosen, meist bereits geschwächten Drohnen sind den weiblichen Arbeitsbienen unterlegen. Daher ist das Bienenvolk im Herbst und Winter ein reines „Frauenvolk“.

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